04/02/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/01/2026 19:56
2 April 2026
Das Herzstück der astronautischen Artemis-II-Mission ist das Europäische Servicemodul der ESA, das das Orion-Raumschiff und seine Besatzung auf ihrer Reise um den Mond und sicher zurück zur Erde mit Energie versorgt, antreibt und versorgt.
Am 2. April um 00:35 Uhr MEZ (22:35 Uhr GMT, 18:35 Uhr Ortszeit am 2. April) startete die Space Launch System-Rakete der NASA vom Kennedy Space Center in Florida, USA, mit vier Astronauten an Bord des Orion-Raumschiffs im Rahmen der Artemis-II-Mission. Dieser historische Start markiert den ersten astronautischen Flug des Artemis-Programms und die erste Reise von Menschen zum Mond seit über 50 Jahren.
Europa liefert die Energie, die diese Reise ermöglicht - dank des European Service Module der ESA, dem Antriebsherzstück des Orion-Raumschiffs. Das Modul versorgt die Astronauten mit Luft und Wasser, liefert über seine vier Solaranlagen Strom, regelt die Temperatur im Raumschiff und sorgt für den Antrieb bei wichtigen Manövern im Weltraum.
Das von der europäischen Industrie unter Federführung der ESA gebaute Europäische Servicemodul wurde von Airbus in Bremen montiert, wobei mehr als 20 Unternehmen aus 13 ESA-Mitgliedstaaten mitwirkten, darunter 20 Hauptauftragnehmer und über 100 europäische Zulieferer.
"Dies ist das erste Mal, dass Astronauten an Bord von Orion fliegen", sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher. "Artemis II baut auf dem Erfolg von Artemis I auf und bestätigt die wesentliche Rolle Europas bei der Rückkehr der Menschheit zum Mond und der zukünftigen Exploration des Weltraums. Die ESA ist stolz darauf, Seite an Seite mit seinen internationalen Partnern unter der Führung der NASA zu stehen. Gemeinsam zeigen wir, dass Zusammenarbeit nach wie vor unser stärkster Motor für die Zukunft ist."
Das Europäische Servicemodul verfügt über drei Arten von Triebwerken, die zusammenarbeiten und jeweils eine spezifische Rolle während der Mission übernehmen. Ein einziges Haupttriebwerk sorgt für die großen Geschwindigkeitsänderungen, die erforderlich sind, um Orion in Richtung Mond zu schicken. Es wird von acht Hilfstriebwerken unterstützt, die für Bahnkorrekturen eingesetzt werden und bei Bedarf als Backup für das Haupttriebwerk dienen. Zur präzisen Steuerung werden 24 kleinere Triebwerke des Reaktionskontrollsystems, die in sechs Pods angeordnet sind, eingesetzt, um das Raumfahrzeug zu drehen und auszurichten. Sie werden einzeln oder kombiniert gezündet und ermöglichen es Orion, seine Position mit außergewöhnlicher Genauigkeit anzupassen.
Europäische Ingenieure werden die Mission rund um die Uhr vom Technologie-Zentrum der ESA, dem ESTEC, in den Niederlanden, vom Johnson Space Center der NASA in Houston und vom Europäischen Astronautenzentrum in Köln in Deutschland aus unterstützen.
Während der Mission Artemis II werden die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der CSA-Astronaut Jeremy Hansen eine zehntägige Mondumrundungsmission durchführen. Die Mission endet mit einer Wasserung im Pazifischen Ozean vor der Küste Kaliforniens, USA. Das Europäische Servicemodul wird sich kurz vor der Wasserung des Orion-Besatzungsmoduls abtrennen und harmlos in der Atmosphäre verglühen.
"Auch wenn kein ESA Astronaut an diesem Flug teilnimmt, ist die Europäische Weltraumorganisation doch dabei", sagt Daniel Neuenschwander, Direktor für Astronautische und Robotische Exploration bei der ESA. "Die Exzellenz der europäischen Industrie wird durch die entscheidende Rolle unterstrichen, die das Europäische Servicemodul bei dieser und den kommenden Missionen spielen wird. Dieses Know-how ist die Grundlage für künftige Lieferungen im Rahmen der Artemis-Partnerschaft, aber auch für die Erreichung unserer eigenen europäischen Ziele für die Astronautische und Robotische Exploration."
Weitere Informationen:https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Orion
https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Orion/Artemis_II
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Die ESA hat eine formelle Zusammenarbeit mit drei EU-Mitgliedstaaten aufgebaut. Kanada beteiligt sich im Rahmen eines Kooperationsabkommens an einigen ESA-Programmen.
Durch die Bündelung der finanziellen und intellektuellen Ressourcen ihrer Mitglieder kann die ESA Programme und Aktivitäten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Sie arbeitet insbesondere mit der EU an der Umsetzung der Programme Galileo und Copernicus sowie mit Eumetsat an der Entwicklung meteorologischer Missionen.
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