Results

Bundesland Niedersachsen

09/01/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/01/2026 08:49

Woche der Gerechtigkeit

Gemeinsame Informationsveranstaltung von Generalstaatsanwaltschaft und Staatsanwaltschaft Braunschweig im Rahmen der vom Niedersächsischen Justizministerium ins Leben gerufenen Woche der Gerechtigkeit

" Hinschauen kann Leben retten!", "Brich´ das Schweigen und nimm' den Tätern die Macht.", "Häusliche Gewalt ist keine Privatsache!", Wie läuft ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren und wie ein gerichtliches Strafverfahren gegen Täter häuslicher Gewalt? Kann ein Strafurteil Gerechtigkeit schaffen?"

Für die Beantwortung dieser und anderer Fragen im Zusammenhang mit Prävention, Opferschutz und Strafverfolgung trafen sich am 1. September 2026 im Rahmen der auf Initiative der Niedersächsischen Justizministerin landesweit stattfindenden Woche der Gerechtigkeit Strafverfolgerinnen und Strafverfolger mit rund 25 interessierten Schülerinnen und Schülern der Oberstufe einer Braunschweiger Gesamtschule, ihrer Lehrkraft und pädagogischen Mitarbeiterinnen in der interaktiven Ausstellung "Rosenweg 76" am Bruchtorwall 6 in Braunschweig. Die Dauerausstellung wurde eingerichtet von der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten in Zusammenarbeit mit der Stadt Braunschweig unter Begleitung vieler weiterer Mitwirkender, unter anderem Polizei, Staatsanwaltschaft und Amtsgericht Braunschweig.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in den Ausstellungsräumen, einer nachgestellten Wohnung, die Spuren von Gewalt innerhalb einer Familie zeigt, multimedial und exemplarisch an einem gedachten Ort des Geschehens über das Entstehen und die Auswirkungen häuslicher Gewalt informieren. Eine berührende und aufrüttelnde Erfahrung. Schnell wird spürbar, dass die eigenen vier Wände ein bedrohlicher Ort werden können, in dem trotz Vertrautheit plötzlich Schutz und Sicherheit fehlen.

In der Nachbesprechung war wichtig: Auch wenn die Ausstellung betroffen und sprachlos machen kann, die Schülerinnen und Schüler sollten ihre Fragen loswerden. Ihnen wurden Hilfemöglichkeiten und die Durchsetzung des staatlichen Strafanspruchs aufgezeigt, denn Gewalt ist niemals Privatsache und kann empfindlich bestraft werden, wenn die Strafverfolgungsbehörden davon erfahren. Den Ablauf des Ermittlungsverfahrens, die rechtlichen Grundlagen des Strafverfahrens und die Arbeit der Strafjustiz aus ihrer täglichen Erfahrung erläuterten die anwesenden Strafjuristinnen und Strafjuristen an einigen Fallbeispielen aus ihrer Praxis.

Eine lebhafte Diskussion mit den Jugendlichen zur aktuellen Gesetzeslage, Möglichkeiten der weiteren Verbesserung von Aufklärung und Schutz Betroffener entstand, insbesondere auch um die Rolle derer, die etwas wahrnehmen, ohne einzugreifen.


Die Schülerinnen und Schüler erfuhren abschließend von der im "Rosenweg 76" aktuell anlaufenden Kampagne "Liebe auf Augenhöhe" für Braunschweiger Schulen. Das Kampagnenmaterial (Plakate, Postkarten und Sticker, die auch mitgenommen werden durften), informiert über Warnsignale und Hilfsangebote bei Gewalt in (Liebes-) Beziehungen und bietet den Schulen die Möglichkeit, eigene Ansprech- bzw. Vertrauenspersonen zu benennen, die für die Schülerinnen und Schüler da sind. Wichtig dabei ist, den Schülerinnen und Schülern den Unterschied zwischen Streit und (häuslicher) Gewalt aufzuzeigen und auf Auswege hinzuweisen.

Der Sinn für Gerechtigkeit hat die Beteiligten zusammengeführt. Die Veranstaltung zur Woche der Gerechtigkeit zeigt, wie sehr sich Menschen für einen Blick hinter die Kulissen der Justiz interessieren. Wir freuen uns, wenn wir gerade junge Menschen nicht nur informieren, sondern auch für die Berufe in der Justiz begeistern und qualifizierten Nachwuchs gewinnen können.

Herzlichen Dank allen Beteiligten für dieses gemeinsame Engagement!

Bundesland Niedersachsen published this content on September 01, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on September 01, 2026 at 14:49 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]