09/02/2026 | Press release | Distributed by Public on 09/02/2026 08:22
MHO - Marienhospital Osnabrück
Marienhospital Osnabrück und Klinikum Osnabrück arbeiten beispielhaft zusammen
Osnabrück. Das Marienhospital Osnabrück der Niels-Stensen-Kliniken und das Klinikum Osnabrück intensivieren die Zusammenarbeit in dem neu gegründeten gemeinsamen Kopf-Hals-Tumorzentrum. Das neue Zentrum setzt Maßstäbe in der interdisziplinären Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich.
Es ist eine hochspezialisierte Einrichtung, die sich auf die Diagnose und Behandlung von Tumoren im Bereich der Mundhöhle, der Speicheldrüsen, der Nasennebenhöhlen, des Gesichts und des Halses sowie des Rachens und des Kehlkopfes spezialisiert hat.
Die Zertifizierung des neuen Kopf-Hals-Tumorzentrums Osnabrück wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft durchgeführt und bestätigt damit die hohe medizinische Qualität der Patientenversorgung in der Region sowie die enge Zusammenarbeit der beteiligten Fachdisziplinen.
Getragen wird das Zentrum von der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Kopf- und Halschirurgie am Marienhospital Osnabrück unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Konrad Sommer und der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Klinikum Osnabrück unter der Leitung von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Dr. med. Kai Wermker. Das Zentrum wird von Oberarzt Dr. Dr. med. Henning Lünenbürger aus dem Klinikum Osnabrück und seinem Stellvertreter, Oberarzt Fabian Kämmerer aus dem Marienhospital Osnabrück, koordiniert. Ergänzt wird das multidisziplinäre Team durch Onkologen, Strahlentherapeuten, Logopäden und weiteren spezialisierten Fachkräften.
Der besondere Fokus des neuen Kopf-Hals-Tumorzentrums liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit, um die ganzheitliche Betreuung der Patienten sicherzustellen. Moderne diagnostische Verfahren wie bildgebende Untersuchungen und Analysen kommen zum Einsatz, um sowohl eine präzise Diagnose als auch eine individuell abgestimmte Therapie und Rehabilitation zu bieten. Darüber hinaus ermöglicht das Zusammenspiel der Fachdisziplinen eine exakte Beurteilung der Erkrankung. Das Zentrum fokussiert sich konsequent auf eine moderne Tumortherapie nach aktuellem Stand der Wissenschaft sowie auf die möglichst frühzeitige Rehabilitation der Patienten, mit dem Ziel, die Sprech- und Schluckfunktion zu erhalten beziehungsweise wiederherzustellen. Hierzu gehört bei Bedarf auch die kaufunktionelle Rehabilitation (vollständige Wiederherstellung des gestörten Kausystems) einschließlich der Versorgung mit Zahnimplantaten und Prothesen.
Die patientenorientierte Versorgung - kombiniert mit einem hohen Maß an Fachkompetenz und modernster Technologie - macht das Kopf-Hals-Tumorzentrum zu einer wichtigen Anlaufstelle für Menschen, die von Tumoren im Bereich des Kopfes und des Halses betroffen sind.
Im klinischen Alltag zeigt sich die Kooperation der beiden Kliniken unter anderem in gemeinsamen Tumorkonferenzen, in denen Patienten beider Standorte interdisziplinär besprochen werden. Auch niedergelassene Ärzte können ihre Patienten in diesem Rahmen vorstellen. Auf dieser Grundlage werden gemeinsame Konferenzprotokolle und eine abgestimmte und einheitliche Therapieplanung entwickelt.
Darüber hinaus werden gemeinsame Studien im Rahmen der klinischen Forschung durchgeführt. Aktuell beteiligt sich das Zentrum an einer multizentrischen Fall-Kontroll-Studie zum Einfluss des Passivrauchens auf die Entstehung eines oralen Plattenepithelkarzinoms. Auch die Entwicklung gemeinsamer Behandlungsstandards sowie Weiterbildungen für Fachpersonal und Informationsveranstaltungen für Patienten sowie niedergelassene Ärzte werden zukünftig gemeinsam geplant und umgesetzt.
Ein wichtiges Angebot des Zentrums sind die Nachsorgesprechstunden für Tumorpatienten, die an beiden Standorten etabliert sind. Diese zielen darauf ab, langfristige Beschwerden und Spätfolgen zu lindern und so eine dauerhafte Begleitung der Patienten sowie ihrer Angehörigen nach der Erstbehandlung zu gewährleisten.
"Wir freuen uns sehr über die gelungene Kooperation unserer beiden Kliniken trotz räumlicher Distanz", so Prof. Dr. Konrad Sommer. Und Priv.-Doz. Dr. Dr. Kai Wermker lobt das außerordentliche Engagement und die hohe Motivation aller Beteiligten, "ohne die ein gemeinsames Kopf-Hals-Tumorzentrum nicht möglich wäre". Beide betonten den Leuchtturmcharakter dieses Zentrums.