08/14/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/14/2026 04:09
Ein sich ausbreitender Waldbrand in der Eifel hält Feuerwehr und Katastrophenschutz in Atem. Hunderte Menschen mussten bereits vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden.
Dichter Rauch eines Waldbrands im Hürtgenwald zieht über den Ortsteil Gey. Am frühen Morgen hat die Evakuierung des Ortsteils Gey begonnen, in dem gut 1.800 Menschen leben.
Die Gefahr von Waldbränden wie derzeit im nordrhein-westfälischen Kreis Düren dürfte als Folge des Klimawandels weiter zunehmen. Darauf weist der GDV hin. Waldbrandschäden lassen sich absichern. Das machen bislang aber nur wenige Waldbesitzer.
Derzeit breitet sich in der Gemeinde Hürtgenwald im Kreis Düren ein großer Waldbrand aus. Nach Behördenangaben lodern die Flammen bereits auf einer Fläche von rund 300 Hektar. Rund 1.800 Menschen mussten den Ortsteil Gey vorsorglich verlassen.
Waldbrände gibt es jedes Jahr in Deutschland. 2025 zählte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung 1.175 Waldbrände, bei denen 2.626 Hektar Wald verbrannten, mehr als das Dreifache des langjährigen Mittels von 844 Hektar (1991 - 2024). Damit war 2025 eines der vier schwersten Waldbrandjahre seit 1991.
Mit dem Klimawandel nehmen Hitze und Trockenheit zu - und damit die Bedingungen, unter denen aus einem kleinen Feuer ein Großbrand wird. "Es gibt in Deutschland immer mehr Hitzetage", sagt Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin. "Die durchschnittliche Zahl der Tage mit mindestens 30 Grad Celsius hat sich hierzulande in den vergangenen Jahrzehnten etwa verdreifacht. Deshalb müssen wir beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels gleichermaßen vorankommen."
Für die hiesigen Wälder, insbesondere die Nadelholz-Monokulturen, bedeutet das nichts Gutes. Die Böden trocknen weiter aus, ein Blitzeinschlag oder eine achtlos weggeworfene Zigarette und schon stehen große Flächen in Flammen. Umso wichtiger wird der Versicherungsschutz.
Während öffentlicher Wald in der Regel nicht versichert ist, können Wald- und Forstbesitzer Feuer-, Blitz- und Explosionsrisiken mit einer Waldbrandversicherung abdecken. Knapp die Hälfte des deutschen Waldes ist laut Bundeswaldinventur in Privatbesitz. 29 Prozent gehören den Ländern, 20 Prozent sind Körperschaftswald, überwiegend im Eigentum von Städten und Kommunen, und die übrigen drei Prozent gehören dem Bund. Insgesamt besteht knapp ein Drittel der Landesfläche Deutschlands aus Wäldern, das sind rund 11,5 Millionen Hektar.
Versichert ist der Waldbestand, das bereits geschlagene Holz, ebenso wie Weihnachtsbaumkulturen. Ersetzt wird der durch Brand verursachte Sachschaden bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme. Aber auch der Löscheinsatz der Feuerwehr und Abräumkosten werden ersetzt.
Wer einen Waldbrand verursacht, sollte unbedingt eine private Haftpflichtversicherung haben. Die übernimmt - je nach Einzelfall - den Schaden. In der Haftpflicht ist lediglich vorsätzliches Handeln ausgeschlossen und somit nicht versichert, grobe Fahrlässigkeit ist hingegen inbegriffen.
Wenn es im Sommer sehr heiß und länger trocken ist, steigt die Gefahr von Bränden. Wer sich im Wald aufhält, sollte dort nicht rauchen und keine Zigaretten wegwerfen. Man sollte auch keine Glasflaschen im Wald liegen lassen oder mit dem Auto Waldwege befahren, denn durch die heißen Katalysatoren besteht Brandgefahr. Wer zeltet, sollte sein Lagerfeuer möglichst nicht am Waldrand entzünden. Funken könnten aus der Glut springen und ein Feuer entfachen.