BioM Biotech Cluster Development GmbH

04/01/2026 | Press release | Distributed by Public on 04/01/2026 01:24

BMFTR Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

BMFTR Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Förderaufruf "Europäische Zusammenarbeit in der industriellen Biotechnologie - Eureka Biotech-Call for Network Projects"

01.04.2026

Der Förderaufruf nimmt Bezug auf den Eureka "Biotech-Call for Network Projects"1 vom 31. März 2026. Die deutsche Förderung erfolgt unter der Rahmenbekanntmachung "Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie"2 vom 20. November 2024 und fokussiert auf die industrielle Biotechnologie.

Mit der Hightech Agenda Deutschland3 verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft zu steigern sowie die technologische Souveränität auszubauen. Sie fokussiert sich dabei auf sechs prioritäre Schlüsseltechnologien, darunter die Biotechnologie. Die industrielle Biotechnologie nimmt eine zentrale Rolle für die Gestaltung einer ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Industrie ein.

Angesichts globaler Märkte sowie geopolitischer Herausforderungen muss die Umsetzung einer modernen, nachhaltigen Bioindustrie global gedacht werden. Die europäische und internationale Vernetzung wichtiger Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft ist unverzichtbar, um die technologische Souveränität und die Resilienz von Wertschöpfungsnetzwerken zu steigern. Das gilt auch für Forschung und Entwicklung: Die Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnerländern in der Schlüsseltechnologie Biotechnologie birgt großen Mehrwert. Hier setzt der vorliegende Förderaufruf in Zusammenarbeit mit dem Eureka-Netzwerk an.

Ziel dieses Förderaufrufs ist es, innovative biotechnologische Verfahren und Produkte durch die Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnerländern schneller in die industrielle Anwendung zu überführen und die Wettbewerbsfähigkeit des Innovationsstandorts Deutschland zu stärken. Damit leistet der Förderaufruf einen Beitrag zur Erreichung der Biotechnologie-Ziele 2 und 3 der Hightech Agenda Deutschland.

Gefördert werden anwendungsorientierte, vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE) der industriellen Biotechnologie mit einem signifikanten Beitrag von KMUs, die im Rahmen internationaler Eureka-Kooperationen durchgeführt werden. Die FuE-Vorhaben müssen einen oder mehrere der in der Rahmenbekanntmachung "Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie" dargestellten Themenbereiche adressieren:

  • Nachhaltige Bioprozesse für die Industrie,
  • Neuartige bioökonomische Produkte,
  • Disruptive Ansätze der industriellen Bioökonomie.

Mögliche Themen für FuE-Vorhaben können sein (exemplarische Aufzählung):

  • Entwicklung nachhaltiger biotechnologischer Produktionsverfahren unter Nutzung erneuerbarer Kohlenstoffquellen (z. B. biogene Reststoffe, CO2, Sekundärrohstoffe),
  • Biotechnologische Herstellung von Plattform- und Feinchemikalien als Ersatz fossilbasierter Produkte,
  • Verfahrensentwicklung zur biotechnologischen Produktion von Inhaltsstoffen und Additiven sowie innovativer biofunktionalisierter Produkte,
  • Entwicklung neuer Lebensmittel durch Präzisionsfermentation oder Zellkultivierung tierischer Zellen.

Um den Transfer in die Praxis zu unterstützen, sollen die Fördervorhaben auf die Bedarfe der Industrie ausgerichtet werden. Die zu entwickelnden Produkte und/oder Verfahren sollen eine hohe industrielle Verwertbarkeit und Relevanz aufweisen und müssen auf eine Erhöhung des technologischen Reifegrades (TRL) abzielen. Der geplante TRL-Fortschritt - vom Projektstart bis zum -ziel - muss klar angegeben werden.

Der Förderaufruf richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Verbundvorhaben in Zusammenarbeit zwischen KMU und weiteren wissenschaftlichen und/oder industriellen Partnern sind möglich, Konsortien ohne KMU-Beteiligung auf deutscher Seite sind nicht förderfähig. Bei diesem Förderaufruf ist ein signifikanter Beitrag der beteiligten KMUs in den Verbundvorhaben verpflichtend.

Voraussetzung zur Förderung ist die Zusammenarbeit von mindestens zwei Partnern aus zwei unterschiedlichen Eureka-Partnerländern, die sich an dem Call beteiligen. Um eine ausbalancierte grenzüberschreitende Kooperation zu gewährleisten gilt für Eureka-Projekte die sog. "70/30-Regel". Den Projekt-Teilnehmenden aus ein und demselben Land dürfen nicht mehr als 70 Prozent der gesamten Projektkosten zufallen. Die Zuwendung pro deutschem Partner sollte 500.000 € (inkl. Projektpauschale für universitäre Partner) nicht überschreiten.

Antragsverfahren: Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

  • Vorlage und Auswahl von Verbundprojektskizzen bei Eureka:

In der ersten Verfahrensstufe sind bis spätestens 30. September 2026 zunächst Projektskizzen, in diesem Fall sogenannte Eureka-Projektanträge, in englischer Sprache und in elektronischer Form über des Eureka-Portal4 einzureichen. Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist, Eureka-Projektanträge, die nach dem oben angegebenen Zeitpunkt eingehen, können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden. Die eingegangenen Eureka-Projektanträge werden nach den Kriterien Förderaufruf bewertet, die mit dem Eureka-Call veröffentlicht worden sind. Die für eine Förderung geeigneten Eureka-Projektanträge werden entsprechend den oben angegebenen Kriterien und der Bewertung sowie gemäß den gemeinsamen Förderprioritäten von BMFTR und weiteren beteiligten Ländern ausgewählt. Das Auswahlergebnis wird den Interessenten schriftlich mitgeteilt.

  • Vorlage förmlicher Förderanträge und Entscheidungsverfahren

Die Vorlagefrist zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags wird den deutschen Projektpartnern der ausgewählten Projektskizzen schriftlich mitgeteilt. Neben dem förmlichen Förderantrag ist die Vorhabenbeschreibung der Projektskizze um die in der Rahmenbekanntmachung aufgeführten Informationen zu ergänzen. Die Anträge sind grundsätzlich in deutscher Sprache einzureichen, einzelne Bestandteile des englischen Eureka-Proposals können jedoch übernommen werden. Layout-Vorlagen zur Erstellung der Vorhabenbeschreibung bieten die Internetseiten des PtJ.

Ansprechpartner für den Förderaufruf sind:

Eureka-Call Announcement: National Annex for Germany

German funding is provided by the Federal Ministry for Research, Technology and Space ( BMFTR) under the Hightech Agenda for Germany6 and the National Strategy for Bio-economy7 via the frame work initiative on future technologies for industrial bio-economy (Rahmenbekanntmachung: Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie8), which is the legally binding document for any decision on the eligibility of applicants and the national application process ("Vorlage förmlicher Förderanträge und Entscheidungsverfahren").

German Applicants are strongly recommended to refer to the "Rahmenbekanntmachung: Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie" and the "Europäische Zusammenarbeit in der industriellen Biotechnologie - Eureka Biotech-Call for Network Projects" where all national requirements for funding are defined9 or to contact the Funder Contact Persons in case of any questions and before submitting a proposal (see below).

Participants from Germany can receive a grant of up to 500.000 € including project lump sum (Projektpauschale) if applicable.

Eligible for funding are exclusively projects with a significant SME-contribution in Germany. Non-profit partners may join the consortia when appropriate. Project consortia without SME contribution are not eligible. In order to ensure a balanced co-operation within the consortia, project contribution from one country may not exceed 70% of the entire project costs.

German applicants who are eligible to receive the project lump sum (Projektpauschale) must make sure, that this is outlined in the proposal. Please note that the maximum funding per project of 500,000 € includes project lump sum. More information on who is eligible to receive the project lump sum is included in the "Rahmenbekanntmachung: Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie"8.

German funding bases on §§23 and 44 BHO ("Bundeshaushaltsordnung") and associated administrative regulations. The main items are as follows:

  • The procedure ("Verfahren") is according to the above-mentioned protocol (Rahmenbekanntmachung, see Chapter "Application Procedure"). Funding will be awarded as non-repayable project grant.
  • All funding regulations, follow up and reporting of publicly funded projects are regulated according to the "Rahmenbekanntmachung: Zukunftstechnologien für die industrielle Bioökonomie" and NKBF 2017, NABF and BNBest-mittelbarer Abruf-BMFTR, respectively.
  • Research institutions, which receive basic financing, can be funded subject to specific conditions.

The application follows is a two-step process:

  1. Submission of an Eureka proposal via Eureka portal: A general eligibility check on Eureka level and the scientific/technological evaluation is conducted on the base of the Eureka proposal.
  2. Submission of a national funding application via easy-Online: The legally binding national funding decision (Förderbescheid) is based on the national funding application (Förderantrag nach AZA, AZK, AZV).

German applicants are encouraged to contact the German national contact point at Projektträger Jülich in any case of uncertainty prior to a proposal submission:

- Dr. Christian Breuer, +49 2461/61-96929, E-Mail: [email protected]

- Dr. Josefine Kant, +49 2461/61-84689, E-Mail: [email protected]

- Dr. Petra Schulte, +49 2461/61-9031, E-Mail: [email protected]

- Dr. Ines Sender, +49 02461/61-9714, E-Mail: [email protected]

1- https://www.eurekanetwork.org/programmes-and-calls/network-projects/biotech-call-september-2026/

2- https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/biooekonomie/zukunftib

3- https://www.bmftr.bund.de/DE/Technologie/HightechAgenda/HightechAgenda_node.html

4- https://eureka.smartsimple.ie/s_Login.jsp

5- https://www.eurekanetwork.org/programmes-and-calls/network-projects/biotech-call-september-2026/

6- https://www.bmftr.bund.de/DE/Technologie/HightechAgenda/HightechAgenda_node.html

7- https://www.ptj.de/biooekonomie

8- https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/biooekonomie/zukunftib

9- https://www.eurekanetwork.org/programmes-and-calls/network-projects/biotech-call-september-2026/
BioM Biotech Cluster Development GmbH published this content on April 01, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on April 01, 2026 at 07:24 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]