06/10/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/10/2026 04:36
Am Donnerstag, den 10. Juni, muss im Mühlenbecker Weg (L211) eine Weltkriegsbombe entschärft werden. Ab 8 Uhr gilt rund um den Fundort einer Bombe, der nicht betreten werden darf. Die Stadtverwaltung hat für betroffene Bürgerinnen und Bürger eine Anlaufstelle im Kulturhaus "Friedrich Wolf" eingerichtet.
Wie bereits mitgeteilt, hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) der Oranienburger Stadtverwaltung den Fund einer Bombe im Mühlenbecker Weg (L211) gemeldet. Sie soll am morgigen Donnerstag, den 11. Juni, entschärft werden.
Bei der Bombe handelt es sich um eine 250-kg-Bombe amerikanischer Bauart, die sich circa drei Meter vom Fahrbahnrand entfernt befindet. Da sie nah an der Oberfläche liegt, ist keine Grundwasserabsenkung erforderlich. Deshalb kann die Entschärfung in diesem Fall so kurzfristig vollzogen werden.
Rund um den Fundort der Bombe tritt morgen um 8 Uhr ein Sperrkreis mit einem Radius von 800 Metern in Kraft, der nicht betreten werden darf. Im Sperrkreis liegen unter anderem die die Oberschule Lehnitz, die Flüchtlings-Gemeinschaftsunterkunft, das TÜV-Gelände und einige Gewerbebetriebe. Rund 860 Personen wohnen insgesamt im Bereich des Sperrkreises. Ein Teil des Sperrkreises liegt im Stadtgebiet Hohen Neuendorf. Der Bahn- und Busverkehr ist nicht betroffen, er läuft uneingeschränkt.
Ziel ist es, die Bombe zu entschärfen. Die Bombe weist jedoch erhebliche Verkrustungen auf, so dass die Art der Bezünderung erst festgestellt werden kann, wenn morgen der Sperrkreis eingerichtet ist und die Bombe dann vollständig freigelegt werden kann. Je nach Bezünderungsart der Bombe kann auch eine Sprengung erforderlich werden. Die Bergung und Beseitigung der Bombe erfolgen daher unter besonders anspruchsvollen Bedingungen. Um die Arbeiten sicher und zügig durchführen zu können, ist es deshalb von größter Bedeutung, dass sich während des Einsatzes keine unbefugten Personen im Sperrkreis aufhalten. Jede Unterbrechung der Arbeiten führt zu erheblichen Verzögerungen im Ablauf. Derzeit wird angestrebt, die Entschärfung bis zum späten Nachmittag abzuschließen. Aufgrund der besonderen Herausforderungen können Verzögerungen jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Die Oranienburger Stadtverwaltung hat ab sofort und bis zur Aufhebung des Sperrkreises ein Bürgertelefon unter (03301) 600 900 eingerichtet. Vor allem Personen, die Hilfe beim Verlassen des Sperrkreises benötigen, mögen sich bitte zeitnah melden. Das Bürgertelefon ist heute bis 16 Uhr und morgen ab 7 Uhr geschaltet.
Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die nicht anderweitig unterkommen können, eingerichtet. Diese befindet sich im Kulturhaus »Friedrich Wolf« (Friedrich-Wolf-Straße 31) und ist ab 8 Uhr geöffnet.
Aufgrund des Bombenfundes ist die L211 vor Ort bereits gesperrt, der Bereich ist großräumig zu umfahren. Alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger mögen sich vorsorglich darauf einstellen, dass die Straße auch nach Aufhebung des Sperrkreises vorerst noch gesperrt bleiben muss, da sie zunächst auf etwaige Schäden überprüft werden muss.
An der geplanten Entschärfung sind zahlreiche Behörden beteiligt, die derzeit unter Hochdruck an den Vorbereitungen arbeiten. Unter anderem sind neben dem KMBD und verschiedenen Ämtern der Oranienburger Stadtverwaltung auch der Landesbetrieb Straßenwesen, die Stadtwerke, die Bundesforst, die Feuerwehr, der Landkreis Oberhavel, die Feuerwehr und die OVG eingebunden.