08/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/25/2026 00:32
MedienmitteilungVeröffentlicht am 25. August 2026
Neuchâtel, 25.08.2026 - Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz verzeichnete 2025 einen Anstieg von 1,6% zu Preisen des Vorjahres. Das anhaltende Wachstum gegenüber 2024 (+1,5%) hängt mit der hohen Binnennachfrage zusammen (+2,5%). Besonders die Investitionen (+3,5%) trugen massgeblich zu diesem Aufwärtstrend bei. Das Bruttonationaleinkommen (BNE) zu laufenden Preisen legte aufgrund des verbesserten Saldos der Einkommensbilanz mit dem Ausland um 2,5% zu. Nebst diesen ersten Schätzungen für das Jahr 2025 präsentiert das Bundesamt für Statistik (BFS) die nach oben korrigierten Zahlen zum BIP-Wachstum 2024 zu Preisen des Vorjahres. Es wurde von 1,4% auf 1,5% angehoben.
Anlässlich der Publikation der ersten Schätzungen 2025 und gestützt auf die Revisionspolitik der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung wurden die Ergebnisse 2023 und 2024 auf der Grundlage neuer Informationen revidiert (siehe Kasten). Letztere führten für 2023 und 2024 zu einer Korrektur des BIP-Wachstums um +0,2 bzw. +0,1 Prozentpunkte (sofern nicht anders vermerkt, sind die Ergebnisse zu Preisen des Vorjahres angegeben).
Investitionen kurbeln das Wachstum an
Die Konsumausgaben der privaten Haushalte und der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck (POoE) waren auch im Jahr 2025 ein wichtiger Wirtschaftsmotor. Nachdem sie 2024 um 2,1% gestiegen waren, verlangsamte sich ihr Wachstum 2025 auf 1,8%. Insbesondere die Ausgaben für Gesundheit, Verkehr und Gastgewerbe gaben dem Endkonsum der privaten Haushalte im Jahr 2025 Auftrieb. Demgegenüber waren die Konsumausgaben für Tabakwaren und alkoholische Getränke rückläufig.
Die Investitionen zogen nach der Stagnierung im Vorjahr deutlich an (+3,5%) und waren damit 2025 ein wichtiger Treiber für das BIP-Wachstum. Verantwortlich für dieses Ergebnis war die markante Entwicklung der beiden Hauptkomponenten. Die Investitionen in Ausrüstungsgüter nahmen stark zu (+3,7%). Das Baugewerbe entwickelte sich insbesondere dank eines Plus bei den Neubauten wieder positiv (+2,9%). Im Tiefbau fiel das Wachstum aufgrund steigender Preise moderater aus (+1,9%).
Rückläufiger Handelsbilanzüberschuss
Der Handelsbilanzüberschuss ging nach einem Anstieg im letzten Jahr wieder zurück. Die Importe verbuchten ein grösseres Plus (+11,7%) als die Exporte (+5,9%), was sich hauptsächlich damit erklärt, dass die Warenimporte (ohne Gold) stärker gewachsen sind als die Warenexporte (+10,5% gegenüber +4,8%).
Der Handel mit Dienstleistungen legte zu und verzeichnete einen höheren Überschuss. Die Exporte stiegen an (+1,8%), während die Importe rückläufig waren (-0,7%).
Wachstum in der Industrie
Das verarbeitende Gewerbe und die Herstellung von Waren entwickelten sich insgesamt positiv (+2,4%). Hauptmotor dieses Anstiegs waren die Kokerei und Mineralölverarbeitung sowie die Herstellung chemischer und pharmazeutischer Erzeugnisse (+8,1%). Ebenfalls eine Zunahme verbuchte der Detailhandel, sowohl zu laufenden Preisen (+1,6%) als auch zu Preisen des Vorjahres (+3,0%). Auch die starke Dynamik des Handels (inkl. Rohstoffhandel; +5,2%) trugen zum Handelswachstum insgesamt bei.
Bei den Finanzdienstleistungen (+6,6%) zeigte sich eine äusserst positive Entwicklung: Die Banken legten nach einem rückläufigen Jahr markant zu (+8,1%) und auch die Wertschöpfung der Versicherungen stieg kräftig an (+7,6%).
Trotz der insgesamt positiven Dienstleistungsbilanz verzeichneten einige Branchen negative Ergebnisse. Der stärkste Rückgang war im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung zu beobachten (-29,3%). Er ist darauf zurückzuführen, dass 2025 - anders als im Vorjahr - keine internationalen Sport-Grossveranstaltungen stattfanden. Demgegenüber registrierte das Gesundheits- und Sozialwesen ein solides Wachstum von 5,2%.
Anstieg des Bruttonationaleinkommens (BNE)
Das BNE zu laufenden Preisen, das die Summe der Einkommen der gebietsansässigen Unternehmen und Haushalte misst, nahm um 2,5% zu und entwickelte sich somit gleich wie das BIP zu laufenden Preisen (+2,4%). Die ans Ausland geleisteten und die aus dem Ausland zugeflossenen Vermögenserträge (-3,7% bzw. -2,5%) gingen moderat zurück. Dieses Minus wurde jedoch kompensiert durch den Anstieg der Lohnzahlungen an im Ausland ansässige Personen (+3,2%) und des aus dem Ausland zugeflossenen Arbeitnehmerentgelts (+1,5%).
Diese Medienmitteilung und weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website des BFS.