03/04/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/04/2026 05:14
In der Reihe zur Bochumer Stadtgeschichte präsentiert das Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, am Mittwoch, 11. März, um 19 Uhr den Vortrag "Unsichtbar vor aller Augen? Koloniale Spuren in Bochum". Referent ist Dr. Fabian Fechner. Der Eintritt ist frei.
Wie ist Bochum mit der Kolonialgeschichte verbunden? Im öffentlichen Raum erinnern bis heute Denkmäler an in den Kolonien Gefallene, so in Linden und Querenburg. Doch auch anderweitig spielten Soldaten aus Bochum eine tragende Rolle: 1907 organisierten sich Veteranen im "Verein ehemaliger deutscher Kolonialtruppen Bochum und Umgebung" und trafen sich lange Jahrzehnte in zwei Vereinslokalen. Wichtige Maßnahmen der Deutschen Kolonialgesellschaft für eine Rückforderung der abgetretenen Kolonialgebiete wurden 1926 auf der "Reichskolonialtagung" in Bochum getroffen. Auch andere Institutionen betrieben über die Stadtgrenzen hinaus koloniale Propaganda, darunter der Bochumer Verlag Kamp und die Hermann-Hubertus-Stiftung. Die literarisch-koloniale Bedeutung Bochums wird in Hans Grimms Propagandaroman "Volk ohne Raum" (1926) deutlich.
(4. März 2026)