08/24/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/24/2026 09:57
Eine neue Kooperationsvereinbarung stärkt frühzeitigen Informationsaustausch und gemeinsame Reaktion auf aktuelle Gefährdungen junger Menschen.
Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung am 19. August 2026 bauen das Bundesministerium für Inneres (BMI) im Rahmen der Initiative "Gemeinsam.Sicher mit unserer Polizei" und Rat auf Draht ihre Zusammenarbeit zum Schutz von Kindern und Jugendlichen weiter aus. Ziel der Kooperation ist, vorhandene Kompetenzen zu bündeln, Informationen frühzeitig auszutauschen und junge Menschen sowie deren Bezugspersonen bei aktuellen Herausforderungen noch besser zu erreichen.
Kinder und Jugendliche bewegen sich zunehmend in einem Umfeld, in dem klassische und digitale Gefährdungen ineinandergreifen. Cybermobbing, Gewalt, problematische Kontaktaufnahmen über soziale Netzwerke und andere Formen der Gefährdung stellen junge Menschen ebenso wie Eltern und Bezugspersonen vor neue Herausforderungen.
Rat auf Draht erhält durch seine tägliche Beratungsarbeit unmittelbare Einblicke in die Sorgen, Fragen und Entwicklungen, die Kinder und Jugendliche beschäftigen. Die Polizei bringt gleichzeitig ihre Expertise in den verschiedensten Bereichen sicherheitsorientierter Netzwerkarbeit ein.
"Wir wollen nicht erst reagieren, wenn bereits etwas passiert ist. Entscheidend ist, Entwicklungen und mögliche Gefährdungen möglichst frühzeitig zu erkennen und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten. Mit Rat auf Draht haben wir einen Partner, der sehr nahe an der Lebensrealität junger Menschen arbeitet. Diese Erfahrungen mit der Expertise der Polizei zu verbinden, stärkt die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen nachhaltig", erklärte Bundespolizeidirektor Michael Takács anlässlich der Vertragsunterzeichnung.
Früher erkennen - gemeinsam handeln
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Kooperation liegt auf dem regelmäßigen fachlichen Austausch. Erkenntnisse aus der Beratungsarbeit von Rat auf Draht können dazu beitragen, neue Entwicklungen und Problemstellungen frühzeitig sichtbar zu machen. Umgekehrt können polizeiliche Erkenntnisse und Informationen gezielt in die Beratungs- und Informationsarbeit einfließen.
Zu den Schwerpunkten der Zusammenarbeit zählen insbesondere:
• regelmäßiger fachlicher Informations- und Erfahrungsaustausch,
• frühzeitige Identifikation aktueller und neuer Gefährdungen für Kinder und Jugendliche,
• gemeinsame Sensibilisierungs- und sicherheitspolizeiliche Maßnahmen,
• zielgruppengerechte Informationen zu Sicherheitsthemen,
• verstärkte Vernetzung der jeweiligen Fachbereiche und Ansprechpersonen sowie
• die Entwicklung gemeinsamer Aktivitäten zu aktuellen Themen, insbesondere im digitalen Raum.
Dabei geht es nicht darum, bestehende Zuständigkeiten zu verändern oder zu ersetzen. Vielmehr sollen die vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen gezielt miteinander verknüpft und dadurch wirksamer genutzt werden.
"Kinder und Jugendliche brauchen Anlaufstellen, denen sie vertrauen und an die sie sich auch in schwierigen Situationen unkompliziert wenden können. Durch die Zusammenarbeit mit der Polizei können wir unsere Erfahrungen aus der Beratung noch stärker mit polizeilicher Expertise verbinden. Damit schaffen wir einen zusätzlichen Mehrwert für junge Menschen und ihre Familien", betonte "Rat auf Draht"-Geschäftsführerin Carolin Porcham.
Sicherheit durch starke Netzwerke
Die Kooperation entspricht einem zentralen Grundgedanken von "Gemeinsam.Sicher mit unserer Polizei": Moderne Sicherheitsarbeit basiert neben der Verfolgung und Aufklärung von Straftaten auch auf Bürgernähe und der Zusammenarbeit mit starken Partnerorganisationen.
Der kontinuierliche Austausch ermöglicht es, relevante Entwicklungen früher zu erkennen und geeignete Maßnahmen möglichst frühzeitig zu setzen - bevor sich Problemstellungen verfestigen oder strafrechtlich relevante Situationen entstehen. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit dazu beitragen, bestehende Informations- und Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Bezugspersonen noch bekannter zu machen.
Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung ist damit ein weiterer Schritt hin zu einer vernetzten, maßnahmenorientierten und bürgernahen Sicherheitsarbeit in Österreich.
Rat auf Draht
Rat auf Draht ist eine österreichweite Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche sowie deren Bezugspersonen. Unter der Notrufnummer 147 erhalten Kinder und Jugendliche kostenlos und anonym Beratung und Unterstützung. Darüber hinaus bietet Rat auf Draht umfassende digitale Informations- und Beratungsangebote zu zahlreichen Themen, die Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag beschäftigen.
Artikel Nr: 30609 vom Montag, 24. August 2026, 16:23 Uhr
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