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08/24/2026 | Press release | Distributed by Public on 08/24/2026 02:01

Sonderprogramm stärkt Energieeffizienz im gemeinnützigen Wohnungsbau

MedienmitteilungVeröffentlicht am 24. August 2026

Sonderprogramm stärkt Energieeffizienz im gemeinnützigen Wohnungsbau

Bern , 24.08.2026 - Mit dem Sonderprogramm des Fonds de Roulement (FDR) hat der Bund zwischen 2021 und 2025 die umfassende energetische Sanierung von gemeinnützigen Wohnbauten unterstützt. Insgesamt wurden 71 Darlehen über 119 Millionen Franken für 2413 Wohnungen gewährt. Die nun vorliegende Auswertung zeigt die Ergebnisse des Programms in Bezug auf die Wohnraumförderung und die Energieeffizienz.

Das Sonderprogramm wurde 2021 lanciert, um gemeinnützige Wohnbauträger bei umfassenden energetischen Sanierungen zu unterstützen. Ziel des Programms war es, die energetische Erneuerung des gemeinnützigen Wohnungsbestands zu beschleunigen und gleichzeitig preisgünstigen Wohnraum zu erhalten. Zu diesem Zweck gewährte der Bund FDR-Darlehen während der ersten zehn Jahre zinsfrei.

Umfangreiche Investitionen in den gemeinnützigen Wohnungsbestand

Im Rahmen des Sonderprogramms wurden 71 Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 119 Millionen Franken gewährt. Damit konnten Sanierungen von 2413 Wohnungen in allen Sprachregionen der Schweiz unterstützt werden. Die Darlehen lösten Investitionen der gemeinnützigen Bauträger von 533 Millionen Franken aus - das 4,5-Fache der eingesetzten Darlehensmittel. Im Durchschnitt wurden 220'000 Franken pro Wohnung investiert. Das Sonderprogramm machte einen Drittel aller zwischen 2021 und 2025 bewilligten FDR-Darlehen aus (Neubau, Erneuerung und Erwerb). Betrachtet man ausschliesslich Erneuerungsvorhaben, wurden drei Viertel davon über das Sonderprogramm unterstützt.

Die geförderten Sanierungen erfolgten überwiegend im bewohnten Zustand. In den wenigen Fällen, in welchen die Mietenden ihre Wohnungen während der Bauarbeiten kurzzeitig verlassen mussten, konnten die Bauträger den betroffenen Personen Ersatzwohnungen anbieten und die Mietenden hatten die Möglichkeit, nach der Sanierung in ihre Wohnungen zurückzukehren. Dadurch konnten die bestehenden Mietverhältnisse - sofern von den Mietparteien gewünscht - weitergeführt und Leerkündigungen vermieden werden. Dank der zinsfreien Darlehen während der ersten zehn Jahre blieb der Mietzinsanstieg trotz der umfassenden Investitionen moderat und die Wohnungen sind auch nach der Sanierung preisgünstig.

Deutlich bessere Energieeffizienz

Die energetische Wirkung des Sonderprogramms wurde anhand der im Rahmen der Darlehensgesuche eingereichten Gebäudeenergieausweise der Kantone mit Beratungsbericht (GEAK Plus) ausgewertet. Analysiert wurden Sanierungsprojekte mit einer Energiebezugsfläche von 180'000 Quadratmetern.

Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz: Sämtliche Gebäude erfüllen nach der Sanierung die gesetzlichen Anforderungen an die Gebäudehülle von Neubauten, und 95 Prozent erreichen gar den Neubaustandard bei der Gesamtenergieeffizienz. Vier von fünf Gebäuden erfüllen den Neubaustandard bei Gebäudehülle, Gesamtenergieeffizienz und direkten CO₂-Emissionen. Im Rahmen der Sanierung erfolgte bei 68 Prozent der Gebäude ein Wechsel zu einem erneuerbaren Energieträger. Weitere 17 Prozent der Gebäude verfügten bereits vor der Sanierung über eine fossilfreie Heizung. Bei den übrigen Gebäuden blieb das Heizsystem im Zuge der Sanierung unverändert. Für ein Darlehen aus dem Sonderprogramm war der Ersatz des Heizsystem keine Voraussetzung. Erfolgte jedoch ein Ersatz, durfte kein fossiler Energieträger eingesetzt werden. Neu installierte Photovoltaikanlagen erzeugen jährlich 1500 MWh Solarstrom und decken damit durchschnittlich einen Fünftel des Strombedarfs der unterstützten Haushalte.

Der Heizenergiebedarf der sanierten Gebäude konnte um 75 Prozent reduziert werden. Dadurch werden jährlich 2650 Tonnen CO₂-Emissionen eingespart. Die eingesparte Energiemenge entspricht dem Heizbedarf von 5300 durchschnittlichen Neubauhaushalten.

Sonderprogramm abgeschlossen

Das Sonderprogramm hat bei der Finanzierung und Realisierung der Projekte einen wichtigen Beitrag geleistet und damit auch zum Erhalt von preisgünstigem Wohnraum beigetragen. Dabei spielte auch das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen eine unterstützende Rolle.

Das FDR-Sonderprogramm 2021-2025 ist abgeschlossen. Die nun vorliegende Auswertung dokumentiert die energetische Wirkung der geförderten Sanierungen anhand der eingereichten GEAK-Plus-Berichte und zeigt deutliche Verbesserungen bei Energieeffizienz und CO₂-Emissionen. Der Schlussbericht ist auf Deutsch online verfügbar.

Weitere Informationen: Sonderprogramme

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