Stadt Erfurt

03/20/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/20/2026 04:28

Internationaler Tag gegen Rassismus am 21. März

Internationaler Tag gegen Rassismus am 21. März

Pressemitteilung: 20.03.2026 10:53 Kategorie: Bürger, Gesellschaft, Migranten

Am 21. März ist internationaler Tag gegen Rassismus. Auch in Erfurt finden zahlreiche Veranstaltungen statt, um ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Für eine offene und vielfältige Gesellschaft

Foto: "Gegen Diskriminierung und Rassismus zu sein, ist keine politische Einstellung, sondern eine Frage der Menschlichkeit." Foto: © Designed by Freepik

"Dass es überhaupt einen solchen Tag geben muss, ist alarmierend", sagt Daniel Stassny, Beauftragter für Migration und Integration der Landeshauptstadt Erfurt. "Gegen Diskriminierung und Rassismus zu sein, ist keine politische Einstellung, sondern eine Frage der Menschlichkeit."

Und trotzdem sehen sich zahlreiche Menschen tagtäglich Beschimpfungen, Anfeindungen und Gesten der Missachtung ausgesetzt. Gewalt und Beschimpfungen auf offener Straße, zunehmende Radikalisierung, Bedrohungen von Kindern und Jugendlichen und die Gleichstellung mit Verbrechern finden leider viel zu häufig statt.

Dabei würde unsere Gesellschaft und unser tägliches Leben ohne Menschen mit Migrationsgeschichte gar nicht funktionieren. "Ohne Zuwanderung müssten wir unsere Kranken alleine pflegen und Heizungen und Autos selbst reparieren", bringt es Stassny auf den Punkt.

Rund ein Viertel aller Beschäftigten in medizinischen Berufen hat laut Mikrozensus 2021 eine eigene oder familiäre Einwanderungsgeschichte. In einzelnen Bereichen ist der Anteil sogar noch höher. Im Bereich der Altenpflege liegt er bei über 30% und in der Human- und Zahnmedizin bei rund 28 %. Gerade in Thüringen gäbe es ohne Zuwanderung keine flächendeckende medizinische Versorgung. Mit mehr als 16 % ausländischer Ärzte und Ärztinnen nimmt Thüringen laut Mikrozensus einen Spitzenplatz unter den deutschen Bundesländern ein.

Auch im Handwerk können viele Betriebe nur überleben, weil Menschen mit Migrationsgeschichte die Fachkräftelücke füllen. Laut einer Studie der Bundesregierung aus 2022 zählten mehr als 15 % aller Beschäftigten bereits zu dieser Gruppe, Tendenz steigend. Bei den Auszubildenden ist die Situation ähnlich, mehr als ein Drittel aller Auszubildenden mit Migrationshintergrund begannen eine Ausbildung im Handwerk.

Stassny weiter: "Es ist wichtiger denn je, gemeinsam gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung aufzustehen und für die Grundwerte unserer freiheitlichen Gesellschaft zu streiten. Wir stellen uns entschieden gegen diejenigen, die mit ihrem Verhalten unsere offene und vielfältige Gesellschaft angreifen."

Seite teilen
Stadt Erfurt published this content on March 20, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on March 20, 2026 at 10:29 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]