Freistaat Bayern

06/05/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/05/2026 03:03

Musikalisch-szenisches Projekt „Und dennoch morgen“ zur Erinnerungskultur am 10. Juni im Alten Gasteig – Prävention

Anhand bisher unveröffentlichter Briefe der eigenen Familie greift der Münchner Komponist Mathias Rehfeldt die Schrecken der Shoa und die Entwicklung bis heute auf. Gemeinsam mit hochkarätigen Musikern und Mitgliedern des Bayerischen Junior Ballett München stehen Jugendliche aus der Ukraine auf der Bühne. In einem großen Bogen von sehr persönlichen Geschichten aus der Vergangenheit bis zu aktuellen Kriegs- und Fluchterfahrungen vermittelt das Stück eine emotionale Botschaft der Menschlichkeit. Die multimediale Performance mit Tanz, Gesang und modernen Lichtprojektionen öffnet unter dem Titel "Und dennoch morgen - Fragmente zwischen Ohnmacht und Licht" einen Dialog zwischen den Generationen und Epochen. Sie lädt ein zum Reflektieren über Macht und Ohnmacht und gibt ein Versprechen für eine bessere Welt.

Die Bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf betont: "Nur wer die Geschichte kennt und verstanden hat, was passiert ist, weiß was nie wieder geschehen darf. Dabei geht es um menschliche Schicksale, nicht nur um Fakten. Mit dem Herzen nachfühlen, das vergessen wir allzu oft. Nur mit echter Empathie für den Nächsten gestalten wir eine menschliche Gegenwart und Zukunft. Die Jugendlichen sind unsere Hoffnung für ein verantwortungsvolles Handeln mit Respekt für den anderen, für Verteidigung unserer demokratischen Grundwerte, für Freiheit und Einheit in Vielfalt. So trägt die junge Generation das Licht der Menschlichkeit weiter in die Zukunft."

Der Komponist Mathias Rehfeldt erläutert: "Ich bin überzeugt, dass Kunst keine politischen Antworten geben sollte. Kunst geht direkt an die Emotionen. Mit dem Werk möchte ich einen Raum schaffen, der zum Nachdenken und zum Gespräch einlädt. Genau einen solchen Raum brauchen wir gerade wieder. Wo komplexe Fragen mit einfachen Parolen beantwortet werden, beginnt Vereinfachung - und Vereinfachung ist der Boden, auf dem Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung wachsen, egal aus welcher Richtung."

Die Aufführung von "Und dennoch morgen - Fragmente zwischen Ohnmacht und Licht" findet am Mittwoch, 10. Juni, um 19 Uhr im Alten Gasteig (Carl-Orff-Saal) statt. Die Bayerische Sozialministerin wird ein Grußwort halten. Auch Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, wird anwesend sein.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Um Anmeldung unter [email protected] wird gebeten. Es handelt sich um eine Initiative im Rahmen des vom Bayerischen Sozialministerium geförderten Projekts "Kunst mit Haltung" der Europäischen Janusz Korczak Akademie (EJKA) zur Bedeutung der Erinnerungskultur für die Antisemitismusprävention.

Bei der morgendlichen Generalprobe (11 Uhr) verweben Jugendliche aus den EJKA-Projekten vor einem Saal voller Münchner Schülerinnen und Schüler eigene Erfahrungen von Krieg und Flucht mit der NS-Familiengeschichte des Komponisten Mathias Rehfeldt. Auch Journalisten sind zur Generalprobe willkommen und erhalten dort einen direkten Einblick in eine moderne Erinnerungskultur.

Kurzinformation:

Was? Musikalisch-szenisches Projekt

"Und dennoch morgen - Fragmente zwischen Ohnmacht und Licht"

Wo? Carl-Orff-Saal, Alter Gasteig, Rosenheimer Straße 5, 81667 München

Eintritt? Kostenlos, Spenden sind willkommen

Anmeldung? Um Anmeldung unter [email protected] wird gebeten.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers

Freistaat Bayern published this content on June 05, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on June 05, 2026 at 09:03 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]