Regierung von Unterfranken

01/26/2026 | Press release | Distributed by Public on 01/26/2026 05:15

Ernährungsnotfälle und Vorratshaltung – bewusst vorsorgen, klug haushalten

Ernährungsnotfälle und Vorratshaltung - bewusst vorsorgen, klug haushalten

007 - 26.01.2026

Ernährungsnotfälle und Vorratshaltung - bewusst vorsorgen, klug haushalten

Würzburg (ruf) - Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt. Dennoch erleben wir, dass Krisen unseren gewohnten Alltag empfindlich stören können. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Pandemien und Kriege Lieferketten unterbrechen und Versorgungsengpässe auslösen. Die wachsende Gefahr von Cyberattacken oder Sabotageakten auf Infrastrukturen hat das Risiko von Mangellagen noch weiter erhöht. Aber auch lokale und zeitlich begrenzte Ereignisse wie starker Schnellfall oder Extremwetterereignisse können zu Versorgungsengpässen unterschiedlicher Dauer führen.

Die Regierung von Unterfranken möchte die Bürgerinnen und Bürger daher ermutigen, sich mit dem wichtigen Thema der persönlichen Notfallvorsorge auseinanderzusetzen. Hierzu zählt insbesondere auch eine gute Vorratshaltung mit Nahrungsmitteln. Sie ist ein sinnvoller Beitrag zur persönlichen Sicherheit und gibt ein gutes Gefühl der Vorbereitung auf Situationen, in denen die Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser vorübergehend eingeschränkt sein kann.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, einen Vorrat für möglichst 10 Tage anzulegen, der haltbare Lebensmittel, ausreichend Trinkwasser sowie persönliche Medikamente, Erste-Hilfe-Material und Hygieneartikel umfasst. Schon ein Vorrat für mindestens 3 Tage kann im Krisenfall sehr hilfreich sein. Dabei ist es wichtig, die Vorräte an die individuellen Bedürfnisse anzupassen, etwa bei Allergien, Essgewohnheiten oder der Versorgung von Kindern und Haustieren. Ein Vorrat dient nicht nur dem Selbstschutz, er entlastet gleichzeitig die Hilfs- und Rettungskräfte. Ein praktischer Tipp für die Vorratshaltung ist das sogenannte "First in - first out"-Prinzip: Ältere Lebensmittel werden zuerst verbraucht und neue Vorräte kommen hinten in den Schrank. So bleiben die Vorräte stets frisch.

Für die Zubereitung von Mahlzeiten ohne Strom gibt es verschiedene Möglichkeiten, die den Alltag in einer Krisensituation erleichtern können. Ein Gaskocher ist eine bewährte Alternative zum Elektroherd und kann auch in Innenräumen genutzt werden, sofern er hierfür zugelassen ist. Auch ein Fondue-Set mit Brennpaste oder ein Stövchen mit Teelicht kann zum Erwärmen von Speisen genutzt werden. Im Freien bieten sich Gas- oder Holzkohlegrills an. Dabei ist unbedingt auf die Gefahr von Kohlenmonoxid zu achten: Beim Betrieb dieser Geräte in geschlossenen Räumen kann sich das giftige Gas ansammeln, was lebensgefährlich ist. Deshalb sollten solche Geräte nur in gut belüfteten Bereichen oder im Freien verwendet werden. Für kalte Mahlzeiten eignen sich haltbare Fertigprodukte, die ohne Erhitzen verzehrt werden können.

Darüber hinaus ist es ratsam, immer ausreichend Trinkwasser vorzuhalten - idealerweise 2 Liter pro Person und Tag - und auch an die Versorgung von Haustieren zu denken. Die benötigten Mengen des besonders wichtigen Trinkwassers werden häufig unterschätzt. Für einen Haushalt mit drei Personen beträgt der empfohlene Trinkwasservorrat für 10 Tage 60 Liter. Die regelmäßige Kontrolle der Vorräte und das Beachten von Haltbarkeitsdaten helfen, die Vorräte optimal zu nutzen.

Für weitere ausführliche Informationen und praktische Tipps zur Ernährungsnotfallvorsorge und Vorratshaltung verweisen wir auf die Broschüre "Vorsorgen für Krisen und Katastrophen" des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), 2. Auflage 2025. Diese Broschüre kann als PDF über die Homepage www.bbk.bund.de heruntergeladen oder in Papierform bestellt werden.

Regierung von Unterfranken published this content on January 26, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on January 26, 2026 at 11:16 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]