03/16/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/16/2026 10:02
Die KI-Fabrik HammerHAI ist die erste in Deutschland und eine von europaweit 19, die die Einführung von KI-Technologien voranbringen sollen. Auf Basis der bereits bestehenden HLRS-Infrastruktur unterstützt sie schon jetzt die europäische Wirtschaft und Wissenschaft mit KI-Computing und KI-Dienstleistungen. Die Konsortialpartner von HammerHAI stellen Testzugänge zu ihren KI-optimierten Computersystemen bereit. Außerdem ermöglichen sie den Zugriff auf Dienste, mit denen sich große Sprachmodelle ausführen und anwenden lassen. Expert*innen aus dem Konsortium schulen Nutzer*innen in KI-Kompetenzen, unterstützen sie in allen Phasen des KI-Lebenszyklus und beraten unter anderem zu KI-Lösungen, KI-Fähigkeiten und ethischen Fragen.
"Mit der KI-Fabrik HammerHAI bündeln das HLRS und seine Partner ihre Ressourcen und Kompetenzen entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette, um den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt in Baden-Württemberg und darüber hinaus gezielt voranzutreiben. HammerHAI gestaltet damit unsere KI-Landschaft aktiv mit und stärkt zugleich Europas Innovationskraft und technologische Souveränität", betont Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.
Nun haben die Betreiberin von HammerHAI, die European High Performance Computing Joint Undertaking (EuroHPC JU) und Hewlett Packard Enterprise (HPE), die Bereitstellung eines neuen KI-optimierten Großrechners vertraglich vereinbart. Der Supercomputer soll leistungsstarke Funktionen zur Verfügung stellen, um mittlere bis große KI-Rechenvorgänge für maschinelles Lernen und Datenverarbeitung zu verarbeiten. Das System soll so konfiguriert werden, dass es die Forschung und Technologieentwicklung vor allem im Ingenieurwesen, in der Fertigung, Automobilindustrie und Mobilität unterstützt.
"Damit bietet die KI-Fabrik HammerHai eine leistungsstarke Infrastruktur für künstliche Intelligenz am Standort Stuttgart, die weit über das Innovationsökosystem des HLRS an der Universität Stuttgart hinaus der Forschung und Wirtschaft gleichermaßen Nutzen bringt. Mit dem neuen Supercomputer stellen wir die Weichen, um ein zentraler Eckpfeiler des KI-Ökosystems in Europa zu werden", erklärt Prof. Peter Middendorf, Rektor der Universität Stuttgart.
HammerHAI soll im zweiten Quartal 2026 ausgeliefert werden und in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 in Betrieb gehen. Nach einer Übergangsphase soll der KI-Rechner in das neue HLRS-Gebäude III umziehen. Er wird in einem in Deutschland ansässigen System betrieben, das den Anforderungen der EU-Datenschutzbestimmungen entspricht. Der Zugang zu dieser öffentlich finanzierten Ressource soll für berechtigte Systemnutzer*innen kostenlos sein.
"Wir laden zukünftige Nutzer:innen des Systems ein, bereits jetzt mit der Vorbereitung ihrer Datensätze, Algorithmen und Workflows zu beginnen. So können sie die leistungsstarken Funktionen des Systems nutzen, sobald es verfügbar ist", sagt Dr. Bastian Koller, Geschäftsführer des HLRS und Koordinator von HammerHAI.
Zur KI-Fabrik HammerHAI
HammerHAI steht für "Hybrid and Advanced Machine Learning Platform for Manufacturing, Engineering, and Research". Die European High Performance Computing Joint Undertaking (EuroHPC JU) hat HammerHAI im Dezember 2024 als deutschlandweit erste KI-Fabrik ausgewählt und fördert sie. HammerHAI wird von der Europäischen Kommission, dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur kofinanziert. Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) koordiniert das HammerHAI-Konsortium, zu dem auch die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen, das Leibniz-Rechenzentrum, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und SICOS BW gehören. Inzwischen gibt es in Europa 19 "AI Factories", die Recheninfrastruktur, technischen Support und Schulungsmöglichkeiten bereitstellen, um die globale Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents zu fördern.
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| Kontakt |
Sophia Honisch, Universität Stuttgart, Höchstleistungsrechenzentrum (HLRS), Tel.: +49 711 685-68038, |