03/22/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/22/2026 01:57
Das Bündel an Maßnahmen zeigt Wirkung. Die illegale Migration wird weiter gegen Null gedrängt.
Die aktuelle Asylstatistik weist für den Monat Februar lediglich 347 originäre Erstanträge, also neue Asylanträge, aus. Das ist der niedrigste Wert seit über zehn Jahren. Im Februar 2025 waren es noch 472 Erstanträge, das ist ein Rückgang um mehr als 26 Prozent zum Vorjahr. Alle anderen Anträge betreffen beispielsweise nachgeborene Kinder. Innenminister Gerhard Karner betonte: "Die Maßnahmen wirken - das ist kein Grund zum Jubeln, sondern Auftrag, konsequent weiterzuarbeiten und die Zahlen durch weitere Maßnahmen nachhaltig abzusichern."
850 Asylanträge (gesamt) im Februar 2026 in ganz Österreich sind im Vergleich zu Februar 2025, als es noch 1.434 Anträge gab, ein Rückgang von rund 41 Prozent. Bisher wurden im Jahr 2026 insgesamt 1.795 Asylanträge gestellt, im Vergleichszeitraum 2025 (Jänner und Februar) wurden noch 3.397 Anträge eingebracht - ein Rückgang um über 47 Prozent.
Im Februar stammten die meisten Anträge von afghanischen Staatsangehörigen (237), der Großteil davon betrifft allerdings in Österreich geborene Kinder bzw. afghanische Frauen.
Familiennachzug ausgesetzt - Systeme entlastet
Auch der vorübergehende Stopp des Familiennachzuges zeigt Wirkung und entlastet Gesundheits-, Bildungs-, Integrations- und Sozialsystem. Erfolgten am Wege des Familiennachzugs im Jänner und Februar 2025 noch 294 Einreisen, gab es im Jänner und Februar 2026 lediglich 21 Einreisen (Härtefälle). Um diese Entwicklung nachhaltig abzusichern, wurde der Familiennachzug per Verordnung mit Anfang Jänner für weitere sechs Monate ausgesetzt.
Schleppermafia meidet Österreich - minus 97 Prozent Aufgriffe Illegaler
Die stark rückläufige Zahl der Aufgriffe in den vergangenen beiden Jahren zeigt klar: Die Schlepperrouten konnten auch im Osten Österreichs zerschlagen werden und haben sich auf die die sogenannte Balkan-Küstenroute - und damit an Österreich vorbei - verlagert. Maßnahmen wie die Operation Fox auf ungarischem Staatsgebiet und die Weiterentwicklung des Grenzschutzkonzepts sind Teil eines Maßnahmenbündels.
Der massive Rückgang zeigt sich auch im heurigen Jahr. Wurden im Zeitraum von Jänner bis Mitte März 2023 noch mehr als 3.700 Aufgriffe illegaler Fremder im Burgenland verzeichnet, waren es im Vergleichszeitraum 2026 nur 111 Personen - eine Reduktion um 97 Prozent binnen drei Jahren. Die illegale Migration in Österreich wurde somit weiter gegen Null gedrängt. Nur 22 der in diesem Jahr aufgegriffenen Personen stellten einen Asylantrag, die anderen mussten Österreich verlassen.
Neues Grenzschutz-Konzept und Verlängerung der Grenzkontrollen
Die Grenzkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei wurden Mitte Dezember 2025 um vorerst weitere sechs Monate verlängert - genauso wie der Assistenzeinsatz des Bundesheeres zum Schutz der österreichischen Grenzen. Gleichzeitig wurde das polizeiliche Grenzschutz-Konzept weiterentwickelt. Der Kontrollgürtel an der Grenze wurde verbreitert und ein Zusammenspiel zwischen stationären Kontrollen an der Grenze und mobilen Maßnahmen im grenznahen Raum sowie im Hinterland etabliert.
2.270 Abschiebungen - mehr als die Hälfte zwangsweise
Im Februar mussten 2.270 Personen Österreich verlassen, 1.158 (51 Prozent) davon zwangsweise und 1.112 (49 Prozent) eigenständig. Rund 42,5 Prozent der Abgeschobenen waren in Österreich strafrechtlich verurteilt. Auch der eigenständigen Ausreise kommt eine wichtige Rolle zu, da sie im Vergleich zu zwangsweisen Außerlandesbringungen die wesentlich kostengünstigere Variante und deshalb zu bevorzugen ist, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Bis Ende Februar wurden außerdem 133 Dublin-Überstellungen durchgeführt, bei denen 21 Algerier, 15 Afghanen und 10 Personen der Russischen Föderation Österreich verlassen mussten.
Mehr als 1.000 syrische Staatsangehörige haben Österreich seit dem Sturz des Assad-Regimes verlassen
Seit dem Sturz des Assad-Regimes sind mehr als 1.000 Menschen aus Syrien freiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt. Im Vergleich dazu, verließen in den Jahren 2023 und 2024 lediglich 200 Syrerinnen und Syrer Österreich in Richtung ihrer Heimat.
Über zwei Drittel erhalten kein Asyl - Eilverfahren werden fortgeführt
Bis Ende Februar wurden 4.344 Verfahren negativ beschieden oder eingestellt. 219 Personen verzichteten freiwillig auf Schutz und verließen Österreich während des Verfahrens. In 1.844 Fällen wurde Asyl oder subsidiärer Schutz gewährt.
Keine Chance auf Asyl hatten im Februar Antragstellerinnen und Antragsteller aus Georgien, Indien und Tunesien - für alle drei Länder wurden 100 Prozent der Anträge negativ beschieden. Für Länder mit geringer Bleibewahrscheinlichkeit setzt das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl weiter auf Schnell- und Eilverfahren. Bis Ende Februar wurden 91 negative Entscheidungen innerhalb von 28 Tagen beziehungsweise in der ersten Instanz sogar binnen 72 Stunden getroffen.
Rückgang der Asylanträge in meisten Staaten Europas
In Europa (inklusive Schweiz und Norwegen) gab es im Zeitraum von Jänner bis Februar 2026 (bis Kalenderwoche 9) mit 121.852 Asylanträgen um über 17 Prozent (25.501) weniger Anträge als im Vergleichszeitraum 2025 (147.353). Gestiegen sind die Anträge unter anderem in den Niederlanden (+25 Prozent), Zypern (+23 Prozent) und Finnland (+9 Prozent). Gesunken sind die Anträge in den meisten anderen Staaten, hervorzuheben sind Polen (-68 Prozent), Deutschland (-27 Prozent), Griechenland (-14 Prozent), Spanien (-16 Prozent) und Frankreich (-15 Prozent). Die strengen Maßnahmen auf europäischer Ebene zeigen demnach bereits Wirkung - Ziel ist es, auch europaweit die Migrationswende zu schaffen.
Geringste Zahl an Asylwerbern in der Grundversorgung seit über 20 Jahren
Aktuell befinden sich 51.100 Menschen in Grundversorgung, davon lediglich 8.600 Asylwerberinnen und Asylwerber - was den niedrigsten Wert in der Grundversorgung sein rund 20 Jahren bedeutet. Der Großteil der Menschen in Grundversorgung - nämlich mehr als 29.400 - sind Kriegsvertriebene aus der Ukraine (viele davon Kinder und Frauen). Zu Jahresbeginn 2023 waren noch knapp 93.000 Menschen in der Grundversorgung. Die Rückgänge ermöglichen auch Einsparungen, beispielsweise konnte die Zahl der Bundesquartiere in den vergangenen beiden Jahren von mehr als 30 auf aktuell acht reduziert werden.
Artikel Nr: 30119 vom Sonntag, 22. März 2026, 08:20 Uhr
Reaktionen bitte an die Redaktion