03/10/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/11/2026 01:41
Auf Einladung des deutschen Staatsministers für Kultur und Medien, Dr. Wolfram Weimer, hat Kulturminister Eric Thill am 9. und 10. März 2026 am dritten informellen Treffen der deutschsprachigen Kulturministerinnen und Kulturminister in München teilgenommen.
Bei dem Treffen waren außerdem noch Sabine Monauni, Ministerin für Äußeres, Umwelt und Kultur aus Liechtenstein, Sepp Schellhorn, österreichischer Staatssekretär für europäische und internationale Angelegenheiten, die Direktorin des Schweitzer Bundesamts für Kultur, Carine Bachmann, sowie der Landesrat für deutsche Bildung und Kultur, für Bildungsförderung, Kulturgüter, Innovation, Forschung, Universität und Museen Südtirols, Philipp Achammer, zugegen.
Rund um den Themenschwerpunkt "Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Kultur und Kreativwirtschaft" tauschten sich die Teilnehmenden zunächst mit Vertreterinnen und Vertretern von OpenAI aus, dem KI-Start-up hinter ChatGPT.
Während OpenAI vor allem aufzeigen wollte, was bereits heute möglich ist - Stichwort "capability overhang", also die Beobachtung, dass ein großer Teil von Menschen und Organisationen bislang nur einen Bruchteil der vorhandenen KI-Möglichkeiten nutzt -, wiesen die Regierungsvertreterinnen und -vertreter auf die komplexen Herausforderungen hin. Dazu zählen insbesondere Fragen des Urheberrechts, der disruptiven Auswirkungen von KI auf den Kultursektor sowie die Machtverhältnisse im Zusammenhang mit KI-generierten Inhalten.
In der anschließenden Diskussion haben sich die Regierungsvertreterinnen und -vertreter darauf geeinigt, dass auf gesamteuropäischer Ebene gemeinsam mit Nachdruck gehandelt werden muss; unter anderem damit sich die Kulturpolitik im Bereich der Künstlichen Intelligenz - und angesichts der spezifischen Herausforderungen für den Kultursektor - stärker Gehör verschafft.
Im Verlauf des Treffens betonte Kulturminister Eric Thill mehrfach die Bedeutung, Kultur- und Kreativschaffende in den Mittelpunkt der politischen Überlegungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit KI zu stellen: "Die Entwicklung der KI schreitet rasant voran. Umso wichtiger ist es, klare Leitplanken zu setzen, damit Kultur und KI auf eine Weise zusammenfinden, die nicht auf Kosten der Kulturschaffenden, ihrer Arbeitsplätze oder ihrer Rolle als gesellschaftliche Bindeglieder geht. Dafür trägt die Politik eine klare Verantwortung."
Das Treffen hat mit einer Besichtigung des zukünftigen Google-Sitzes im ehemaligen, denkmalgeschützten Postgebäude Münchens, sowie einer Vorstellung von Google Arts and Culture geendet.
Die informellen Treffen der deutschsprachigen Kulturministerinnen und Kulturminister bringen Vertreterinnen und Vertreter jener europäischen Länder zusammen, in denen Deutsch eine Amtssprache ist - Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien, Österreich und die Schweiz. Ziel dieses Formats ist es, einen offenen und vertraulichen Austausch über aktuelle kulturpolitische Herausforderungen zu ermöglichen, im Hinblick auf zukünftige Diskussionen auf internationaler Ebene.
Pressemitteilung des Kulturministeriums