03/03/2026 | News release | Distributed by Public on 03/03/2026 04:17
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Das Personal von Stadtbus Winterthur hat heute am 3.3. von 4:30 - 8:30 Uhr die Arbeit niedergelegt. Dem heutigen Streik des Buspersonals sind Missstände am Arbeitsplatz vorausgegangen, die das Personal bereits seit 2024 bemängelt. Dabei handelt es sich um Verletzungen des Bundesrechtes und des hauseigenen Personalrechts durch die Stadt Winterthur. Unter anderem geht es um unzureichende Nachtzuschläge (keine allgemeinen Lohnerhöhungen), Dienstplanung und unfaire Regelungen bei den Ersatzdiensten (ED). Mit dem heutigen Streik hat das Personal gezeigt: Ohne uns steht Winterthur still. Die Belegschaft fordert endlich substanzielle Verbesserungen und Verhandlungsbereitschaft durch den Stadtrat. Diese Forderungen bekräftigten, die weit über 100 Personen, die heute in der Streikzentrale anwesend waren und die Arbeit niedergelegt hatten. Die grosse Entschlossenheit und der Druck durch die Belegschaft führten dazu, dass in den nächsten Tagen endlich Verhandlungen über die Forderungen der Belegschaft geführt werden. Diese beginnen diese Woche am 5.3. Wenn bis am 11.3. kein tragbares Verhandlungsresultat vorliegt, wird die Belegschaft erneut in Streik treten. Dieser Entscheid wurde von den Streikenden einstimmig beschlossen.
"Der heutige Streik war nicht leicht für uns, aber leider notwendig. Wir wollen uns bei allen Fahrgästen für ihre Geduld, und die grosse Unterstützung bedanken." so Christian Reisacher, Mitarbeiter Stadtbus Winterthur. Die Belegschaft zeigt sich nach dem erfolgreichen Streik zuversichtlich. Reisacher führt aus: "Der Streik heute war historisch und hat gezeigt, wie gross die herrschenden Missstände sind. Nun gehen wir wieder unserem Job nach - Zeit, dass die Stadtbus Geschäftsleitung und Stadtrat Fritschi das gleiche tun."
Trotzdem ist klar: Mit Brotsamen wird sich die Belegschaft nicht zufriedengeben. "Sollte es zu keinen substantiellen Verbesserungen kommen, werden wir erneut in Streik gehen. Dieses Mal ganztägig und unangekündigt." Stellt eine weitere Stadtbus-Mitarbeitende klar. Nach Jahren des Wartens brauche es endlich tiefgreifende Verbesserungen.
Solidarisch mit dem Streik zeigten sich nicht nur die Fahrgäste, sondern auch Kolleg:innen aus dem öffentlichen Dienst in der ganzen Schweiz. VPOD-Präsident Christian Dandrès lässt verlauten: "Ihr habt die Unterstützung und Solidarität des gesamten Verbandes VPOD für eure wichtige Mobilisierung. Nach zwei Jahrzehnten von Angriffen auf die Arbeitsbedingungen und die öffentlichen Dienstleistungen ist es dringend nötig, dass wir uns wehren."
Die Forderungen des Personals bestehen immer noch:
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