The Office of the Federal President of Germany

02/25/2026 | Press release | Distributed by Public on 02/25/2026 07:01

Schloss Bellevue und Bundespräsidialamt werden grundlegend saniert – Umzug im …

Nach rund 30 Jahren intensiver Nutzung beginnt die umfassende Sanierung des Berliner Amtssitzes des Bundespräsidenten. Schloss Bellevue, Verwaltungsgebäude, Hauptwache sowie Außenanlagen und Infrastruktur werden erneuert, um zahlreiche bauliche und technische Mängel zu beheben und den gestiegenen Anforderungen an Sicherheit, Brandschutz, Energieeffizienz und Barrierefreiheit gerecht zu werden. Dabei geht es um die Sicherheit eines Verfassungsorgans, die Bewahrung eines Baudenkmals von nationaler Bedeutung, die klimagerechte Erneuerung und den dauerhaften Erhalt des Amtssitzes als zentralen Repräsentationsort des deutschen Staatsoberhauptes.

Schloss Bellevue wurde 1785 erbaut und ist seit 1994 erster Amtssitz des Bundespräsidenten. Alle Maßnahmen werden in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden durchgeführt.

Als zuständige Bauverwaltung führt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) die Baumaßnahmen zusammen mit dem von ihm beauftragten Projektsteuerer sowie den Architekten und Fachplanern durch und verantwortet die wirtschaftliche Umsetzung auf Basis der Bedarfsanforderungen.

Die Baumaßnahmen gliedern sich in vier Teilbereiche mit folgenden Bau- und Planungskosten:
• Sanierung Schloss Bellevue: 146 Mio. Euro
• Sanierung Verwaltungsgebäude: 120 Mio. Euro
• Neubau Hauptwache und liegenschaftsweite Technikzentrale: 173 Mio. Euro
• Außenanlagen und Infrastruktur (Sicherheitsanlagen, Wege, Geothermie, denkmalgeschützte Parkanlage, Baulogistik): 162 Mio. Euro

Die Gesamtkosten für Bau und Planung belaufen sich auf 601 Millionen Euro. Gemäß den Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes (RBBau) wird zudem eine Risikoreserve von 188 Millionen Euro sowie eine Vorsorge für Baupreissteigerungen von 71 Millionen Euro ausgewiesen - ermittelt auf Basis eines systematischen Registers mit über 250 Einzelrisiken und aktueller Preisindizes.

Aufgrund der Komplexität der Gesamtbaumaßnahme sowie umfangreicher Bausubstanzprüfungen, die erst nach dem Auszug beginnen können, ist bis zur Fertigstellung ein Gesamtzeitraum von rund acht Jahren veranschlagt. Alle Beteiligten arbeiten in einem eng geführten Monitoring daran, die Projektlaufzeit durch geeignete planerische, vertragliche und organisatorische Maßnahmen zu verkürzen und insbesondere Schloss Bellevue so früh wie möglich wieder nutzbar zu machen.

Im Verlauf der Planung wurde der Projektumfang gemeinsam mit dem BBR fortlaufend auf Wirtschaftlichkeit geprüft. So wurden etwa ein ursprünglich geplanter Konferenzbereich im Nordflügel des Schlosses sowie eine zusätzliche Büroetage im Verwaltungsgebäude gestrichen. Der Raumbedarf wird über Desk-Sharing und mobiles Arbeiten gedeckt.

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die gesamte Liegenschaft nahezu klimaneutral betrieben. Wärme und Kälte werden über eine Geothermie-Anlage erzeugt; Photovoltaik wird überall dort eingesetzt, wo dies mit dem Denkmalschutz vereinbar ist.

Zwischenunterbringung am Spreebogen

Da eine Sanierung bei laufendem Betrieb technisch und organisatorisch nicht möglich ist, zieht das Bundespräsidialamt im Sommer 2026 in ein neues Bürogebäude in der Elisabeth-Abegg-Straße in Berlin-Moabit um. Eine intensive Suche nach geeigneten Bestandsimmobilien von 2018 bis 2020 hatte ergeben, dass keine verfügbare Immobilie auf dem Berliner Markt die hohen Sicherheits- und Repräsentationsanforderungen für das Verfassungsorgan erfüllte. Nach der Sanierung von Schloss Bellevue und Bundespräsidialamt steht das Bürogebäude in der Elisabeth-Abegg-Straße anderen Bundesbehörden zur Nutzung zur Verfügung.

Der Bundespräsident bleibt während der gesamten Sanierungsphase uneingeschränkt handlungsfähig. Dienstbetrieb, Empfang von Staatsgästen und die repräsentativen Aufgaben des Staatsoberhaupts werden nahtlos fortgeführt. Die erste Veranstaltung am temporären Amtssitz am Spreebogen ist für Ende August 2026 geplant.

Antworten auf häufige Fragen zu den Baumaßnahmen, zur Zwischenunterbringung, zum Denkmalschutz und zur Nachhaltigkeit finden Sie unter www.bundespraesident.de/FAQ-Bau.

The Office of the Federal President of Germany published this content on February 25, 2026, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on February 25, 2026 at 13:01 UTC. If you believe the information included in the content is inaccurate or outdated and requires editing or removal, please contact us at [email protected]