03/18/2026 | Press release | Distributed by Public on 03/18/2026 04:02
18. März 2026 029/26 Veranstaltungsankündigung
Oldenburg. Rechte Frauen sind in den sozialen Medien auf vielfältige Weise präsent: etwa als "Tradwives" und Lifestyle-Influencerinnen. Die ästhetisch perfektionierten Inszenierungen von Weiblichkeit, Natürlichkeit und Häuslichkeit nimmt die Frankfurter Soziologin Viktoria Rösch in einem Online-Vortrag am Dienstag, 31. März, genauer unter die Lupe. Die Veranstaltung der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften der Universität Oldenburg ist kostenlos und findet ab 18.00 Uhr über das Konferenzsystem BigBlueButton statt. Interessierte können sich bis Samstag, 28. März, online unter uol.de/p116736 anmelden.
Rösch untersucht, wie die Akteurinnen traditionelle und moderne Rollenbilder miteinander verknüpfen, um politische Botschaften der extremen Rechten zu vermitteln. Dabei nimmt sie nicht nur klassische, unterwürfige Frauenfiguren in den Blick, sondern auch Strategien der Selbstermächtigung. Es wird deutlich, wie rechte Influencerinnen durch verschiedene Bild- und Erzählpolitiken eine "feminine rechte Gegenkultur" entwickeln - übersteigerte Weiblichkeit, Protest, Intellektualität und rechte Ideologie vereinend. Rösch ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Frankfurt University of Applied Sciences sowie Mitglied im Netzwerk feministische Perspektiven und Interventionen gegen die extreme Rechte (femPi).
Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Rechte Netzwerke: Erscheinungsformen, Erklärungsansätze und Gegenstrategien" statt, in Zusammenarbeit mit Arbeit und Leben Niedersachsen, der DGB-Region Weser-Ems und der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften in Osnabrück.
Dr. Claudia Czycholl, E-Mail: