06/19/2026 | Press release | Distributed by Public on 06/17/2026 18:03
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UNIS/SGSM/1597
16. Juni 2026
Am diesjährigen Internationalen Tag für die Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten gilt unser Augenmerk den Kindern, denen dieses verabscheuungswürdige Verbrechen widerfährt.
Mit der Eskalation der Konflikte in aller Welt wird eine erschreckend hohe Zahl von Mädchen und Jungen Opfer von Vergewaltigung, sexueller Sklaverei, Zwangsheirat und Menschenhandel. Viele werden bei Angriffen auf ihr Zuhause oder auf der Flucht vor Gewalt brutal misshandelt. Andere werden entführt oder als Kämpferinnen und Kämpfer rekrutiert, müssen Gräueltaten mitansehen oder werden sogar dazu gezwungen, selbst sexuelle Gewalthandlungen zu begehen.
Sexuelle Gewalt gegen Kinder wird als Strategie gezielt eingesetzt, um Gemeinschaften zu bestrafen und soziale Bande zu zerschlagen. Sie kann lebenslange Narben hinterlassen, darunter körperliche und psychische Traumata und soziale Ausgrenzung.
Um diesem Gräuel ein Ende zu setzen, sind Maßnahmen erforderlich, die an drei Fronten ansetzen: Schutz, damit Kinder in Konfliktgebieten sicher sind. Rechenschaftspflicht, damit den Opfern Gerechtigkeit widerfährt und die Tatverantwortlichen die Konsequenzen ihres Handelns tragen. Und Prävention, indem die Ursachen sexueller Gewalt beseitigt und Institutionen gestärkt werden und in auf Kinder ausgerichtete Dienste investiert wird. Auch gilt es, die Überlebenden umfassend zu unterstützen, damit sie ihr Leben wiederaufbauen und Familien wieder zusammenfinden können.
Kinder dürfen im Krieg niemals zur Zielscheibe werden. Sie zu schützen ist für alle Kombattantinnen und Kombattanten und alle Länder ein rechtliches und moralisches Gebot.
Allzu oft findet die Kindheit in Konflikten ein jähes Ende. Aber gemeinsam können wir eine Zukunft schaffen, in der jedes Mädchen und jeder Junge in Sicherheit und Würde aufwachsen kann.
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