03/11/2026 | News release | Distributed by Public on 03/11/2026 07:19
"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Dass dieses selbstgewählte Motto der Drais-Gemeinschaftsschule "mehr als nur ein Schild an der Wand ist", so Zehntklässlerin Diana Hrytsenko, verdeutlicht die Bildungseinrichtung seit dieser Woche eindrucksvoll auf ihrem Pausenhof.
Mehrere Dutzend großformatiger Portraits von Holocaust-Überlebenden sind dort zu sehen (werktags bis 16 Uhr geöffnet). Sie stammen aus der Kamera des Mannheimer Künstlers Luigi Toscano, der mit über 400 Zeitzeugen persönlich Kontakt aufgenommen und als autodidaktisch ausgebildeter Fotograf die Ausstellung "Gegen das Vergessen" konzipiert hat.
Nachdem die Präsentation bereits in vielen Städten zu sehen war, gastiert sie bis zum 27. März in der Fächerstadt. Damit wolle die Drais-Schule "ein Zeichen der Erinnerung und der Menschlichkeit setzen", sagte Rektorin Heike Wilhamowsky bei der Ausstellungseröffnung in der vollbesetzten Aula.
Die auf den Fotos porträtierten Menschen haben als Kinder und Jugendliche "eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte durchlitten und überlebt". Mittels QR-Codes erhält man weitere Informationen über das Schicksal der einzelnen Personen. "Was Ihr erfahren werdet, ist sehr berührend und erschreckend", sagte Wilhamowsky zu den Schülerinnen und Schülern.
Als Zeitzeuge, dessen Familie größtenteils von den Nationalsozialisten ermordet wurde, sprach der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Günter Fischer der Schule "ein ganz großes Kompliment dafür aus, was sie hier leistet". Junge Menschen seien für die Erinnerungsarbeit sehr wichtig. Dies unterstrich auch Diana Hrytsenko, die mit ihrer Mitschülerin Mishaal Butt die Eröffnung moderierte: "Es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass sich Geschichte nicht wiederholt". -eck-
Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 11 am 13. März 2026.
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